Chernobylite – unser ausführlicher Test des Survial Games

SPOILER WARNUNG: Hier gibt es detaillierte Insights!

Chernobylite – der Titel für das Survival-Horror Game schürt einige Erwartungen, was Grusel, Horror, Mutationen und Shooter angeht. Wir haben Chernobylite nach dem Release der Vollversion am Mittwoch eine Stunde lang für dich getestet.

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Nach Start des Spiels werden wir zunächst von sanften und zugleich melancholischen Gitarrenklängen im Menü überrascht. Und weil wir das Game natürlich mit dem Feelbelt zocken, spüren wir die Töne direkt am Körper. Ein durchaus mysteriöses Gefühl bei Chernobylite. Es scheint wohl um mehr zu gehen als stumpfes Geballer. Wir klicken auf Start.

Eine unheimliche Atmosphäre und Zeitsprünge

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Beim schaurigen Gameplay von Chernobylite läuft es uns kalt den Rücken runter.

Von Anfang an hält das RPG (Role Playing Game) eine unheimliche Atmosphäre aufrecht. Als Igor folgen wir einer Art Halluzination namens Tatjana (möglicherweise seine verstorbene Geliebte) durch unbekanntes Terrain. Schon den ersten Jumpscare spüren wir durch den Feelbelt intensiv am Körper.

Zeitsprünge, die Igor immer wieder in neue Situationen befördern, durch die er sich wortwörtlich schlagen muss (wir müssen uns durchs Dickicht kämpfen), lassen die (An)spannung weiter steigen.

Als nächstes erhalten wir ein Gewehr und müssen uns den ersten (mutierten) Gegnern, den Tschernowirts, stellen, die überraschend flink sind. Die Schüsse sitzen noch nicht so richtig, doch wir spüren sie alle durch den Feelbelt. Nice! Ein paar Tschernowirts konnten wir ausschalten, doch sterben wir kurz darauf. Sollten wir auch, damit die Story weitergeht.

Wir machen einen erneuten Zeitsprung in Chernobylite. Alles sehr verwirrend und schnell, doch wir kommen inhaltlich gut hinterher. Die Spannung bleibt – und die Grafik überzeugt! Grüne Flammen wohin das Auge blickt, postapokalyptische Stimmung. An einem Baum entdecken wir ein Foto von unserer Tatjana. Igor fragt „WAS bist du?“ Tatjanas zischelnde Antwort darauf: „Wir sind das Unvermeidliche.“

Creepy. Ist sie nun ein Freund oder ein Feind? Oder geht es um etwas ganz anderes? Wir sehen uns weiter um. Wieder ein Szenenwechsel: Wir sind in Igors alter Werkstatt und lernen jetzt, wie man Ressourcen kombiniert und zusammenbaut. Wir bauen einen Portalgenerator, der stabile Wurmlöcher erzeugen soll. Kaum fertiggestellt, verändert sich die Umgebung erneut. Kurz darauf sind wir nicht mehr allein …

Wenn du mehr zum Gameplay von Chernobylite am PC sehen willst, schau dir unser YouTube Video an

Igor bekommt Gesellschaft

Wir bekommen Gesellschaft: Oliver und Anton, zwei Kollegen von Igor, begleiten uns nun bewaffnet auf einer Mission zu einer Fabrik. Wir können nun Gespräche mit den beiden führen und in bestimmte Richtungen lenken. Scheinbar können wir so auch den Spielverlauf etwas beeinflussen. Zudem haben wir unsere Waffe verloren, aber einen Umgebungsscanner bekommen, der uns die Radioaktivität sowie Ressourcen zum Einsammeln anzeigt. 

Bei dem nun folgenden Schusswechsel zeigt der Feelbelt mal wieder, was er kann: Auch wenn die Schüsse nicht in unserer Nähe waren, haben wir durch das haptische Feedback sofort reagiert und waren in Alarmbereitschaft.

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Chernobylite: Auf xbox, PS4, PC & Co. überzeugt das RPG v. a. durch die authentische Atmosphäre.

Wir befinden uns in einer großen Halle mit einem riesigen schwarzen Baum, der von einer grün brennenden und blitzenden Energie lebt – oder einfach nur komplett verstrahlt wurde. Hier finden wir das Chernobylite – die exotische Energie in Form eines Steins, stecken wir in unseren Portalgenerator. Jetzt haben wir die Möglichkeit, Wurmlöcher zu erzeugen! Oliver fragt uns nach Tatjana und wir erfahren endlich, dass sie Igors Verlobte war. Sie verschwand vor 30 Jahren an diesem Ort während der Katastrophe durch die Explosion des Kernkraftwerks.

Jetzt geht es richtig los

Der nächste Schusswechsel. Ein maskierter Unbekannter, der Schwarzer Stalker genannt wird, tötet Anton, schießt Oliver nieder und kommt auf uns zu. Kugeln prallen an ihm ab, weil er ein Schutzschild beschwören kann. Es eskaliert. Wir schnappen uns Oliver und springen mit ihm durch das Portal, das wir zuvor erschaffen haben. Wir landen in einem instabilen Wurmloch, aus dem wir schnell raus müssen. 

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Für eine möglichst realitätsgetreue Abbildung sind die Entwickler nach Tschernobyl gereist. (Sergej Dolzhenko/dpa)

Ein erneuter Portalsprung – und scheinbar geht das Spiel hier wirklich los. Von nun an müssen wir auf unsere Psyche und körperliche Gesundheit achten, denn die radioaktive Strahlung wird nun spürbar. Immer dem Kompass folgend looten wir weiter, treffen gruselige Gestalten und werden von der düsteren Atmosphäre eingenommen. Hier begreifen wir erst, dass die Entwickler von Chernobylite für das Game tatsächlich zum Ort der Nuklearkatastrophe nach Tschernobyl gereist sind, um die Umgebung per 3D-Scan zu erfassen und realitätsgetreu im Spiel nachzubauen. Gänsehaut!

Eine Waffe haben wir leider immer noch nicht, was den Druck auf Grund der gruseligen Gestalten in der Umgebung noch erhöht – denn auch diese werden durch den Feelbelt stets spürbar. Nach einiger Zeit treffen wir wieder auf Oliver, der uns eine Basis zeigt, die wir aufräumen und ab jetzt einrichten können. Von Oliver erhalten wir auch einen Revolver, den wir allerdings sehr bedacht einsetzen sollen. Von nun an können wir verschiedene Missionen starten und uns so durch die Story kämpfen. An dieser Stelle beenden wir das Gameplay.

Fazit

Wir können Chernobylite empfehlen! Die Mechanik läuft gut, Grafik- und Sounddesign gefallen und die RPG-Elemente sind clever eingebaut. Die Story scheint interessant, da gleich zu Beginn viele Fragen u. a. zu Tatjanas Verschwinden, zum Schwarzen Stalker und der ganzen Katastrophe aufkommen. Die „Monster“ könnten für unseren Geschmack noch etwas gruseliger sein und die Handlung mehr Action vertragen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht!

Chernobylite ist auf Steam noch bis zum 4. August 2021 für 26,99€ und danach für 29,99€ erhältlich.

Livestream am 4. August 2021

Wir zocken Chernobylite live mit dem Feelbelt und mit dir! Am 4. August könnt ihr bei Vera auf Twitch vorbeischauen und euch von 10 bis 14 Uhr eine Gänsehaut in postapokalyptischer Stimmung abholen.