Halo Infinite: Einblicke in die Kampagne

SPOILER WARNUNG: Hier gibt es detaillierte Insights!

Beim Starten der Kampagne sieht es so aus, als würden wir einem Online Game beitreten: Es gibt einen Countdown, der runterzählt, bis das Spiel beginnt und die Kampagne lädt. Das wäre gar nicht so ungewöhnlich, wenn man die Kampagne bereits mit Freunden im Koop-Modus bestreiten könnte. Doch aktuell geht das nur allein. Die Koop-Kampagne soll erst 2022 nachgereicht werden (XBOXDYNASTY). Wir haben die Kampagne von Halo Infinite am PC gezockt. Release war am 9. Dezember 2021.

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Zu Beginn ein Tod

Das Spiel startet mit einigen Sequenzen, die womöglich das Ende des letzten Spiels zeigen. Als Neueinsteiger in die Halo-Reihe kann Daniel, der unser diesmonatiges Game Halo Infinite austestet, da nur mutmaßen. Wir sehen, wie der Master Chief von einem Widersacher in einen Abgrund geworfen wird. 

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Beginn von Halo Infinite: Der Master Chief taucht nach seinem Tod schnell wieder auf. (Screenshot aus dem Feelbelt-Test)

Als nächstes entdecken wir einen Überlebenden, der kaum Haare hat. Als wir ihm kurz darauf erneut begegnen – dieses Mal mit längeren Haaren und Bart – wird klar: Es ist einige Zeit vergangen, seit der Master Chief vermeintlich getötet wurde.

Der Überlebende bekommt danach die Nachricht, dass der Scanner einen Verbündeten in der Nähe lokalisiert hat. Er wischt über die beschlagene Scheibe des Cockpits und der Master Chief erscheint. Der Überlebende holt ihn an Bord und bringt den Chief wieder auf die Beine. Die beiden befinden sich jedoch in einer brenzligen Lage. Sie werden entdeckt und durch einen Strahl in ein in feindliches Schiff gezogen.

Befreiungsaktion als Gameplay

Jetzt beginnt das eigentliche Gameplay in Halo Infinite. Denn der totgeglaubte Chief zieht nun in Form unseres Main Characters los, um die Feinde zu besiegen und den Strahl zu lösen. Bewaffnet mit einer Pistole, einem Gewehr und einem Greifhaken machen wir uns auf den Weg ins Innere des feindlichen Schiffs. Hier treffen wir zunächst auf kleinere Gegner, die noch keine große Herausforderung darstellen und uns eher als Übung dienen, um mit den Waffen sowie der Steuerung klarzukommen. 

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Xbox Game Pass: Halo Infinite ist im Abo enthalten. (Quelle: Xbox-halo)

An dieser Stelle bekommen wir das Gefühl, einen Shooter aus den frühen 2000ern zu zocken. Die Sprünge, das Zielen, das Schießen: Alles fühlt sich sehr “flüssig” und “smooth” an. Nicht wie in vielen aktuellen Shootern, bei denen mehr auf Realismus gesetzt wird, man als Character langsam und träge springt und jeder Schritt durch eine wackelnde Kamera unterstrichen wird. Die flüssigen Abläufe untermalen, dass wir nicht als Soldat auf einem Schlachtfeld in Battlefield 2042 kämpfen, sondern eben im Weltall.

Wir können den Alien-Gegnern schnell einige Waffen abnehmen und diese selbst ausprobieren. So lernen wir, dass es verschiedene Munitionstypen gibt und wir uns stets selbst aussuchen können, welche Waffe wir am liebsten nutzen wollen.

Unseren ausführlichen Test zum Release der Halo Infinite Kampagne findest du auch im Videoformat auf unserem feelGame Kanal

Unser Character kann zwei Handfeuerwaffen mit sich tragen, die er jederzeit durch Waffen austauschen kann, welche die besiegten Gegner fallen lassen.

Während der dreistündigen Spielzeit von Halo Infinite haben wir eine etwas stärkere Pistole gefunden, die wir dann den Großteil der Zeit nutzen. Denn für diese haben wir immer relativ viel Munition – anders als bei einem Maschinengewehr, bei dem man meist etwas mehr Munition investieren muss, um genug Schaden anzurichten. Daneben fühlt es sich sehr befriedigend an, mit einem einzigen gezielten Schuss seine Gegner zu beseitigen.

Du bist geheilt – Auf in die Schlacht!

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Die Greifhaken bieten uns im Game einige coole Möglichkeiten. (Screenshot aus dem Feelbelt-Test)

Da wir natürlich nicht nur Gegner treffen, sondern uns auch Feuer von ihnen einfangen, haben wir zum Schutz einen Schild. Dafür und für uns selbst haben wir jeweils einen Lebensbalken. Sobald der Balken des Schildes leer ist, wird der zweite Balken angegriffen und bei jedem Treffer kleiner. Glücklicherweise regenerieren sich beide Balken von selbst wieder, wenn wir eine Weile nicht von Gegnern getroffen werden.

Wenn der Schild wieder hochfährt, ertönt dabei ein Geräusch, das dem User symbolisiert: Du bist vollständig geheilt, zurück in die Schlacht! Es ist ein angenehmes Surren, das in Kombination mit dem Feelbelt fast schon episch wirkt. Das Aufladen des Schildes, durch haptisches Feedback intensiviert, wird zum echten Highlight in Halo Infinite.

Doch das ist nicht der einzig beeindruckende Moment, der durch den Feelbelt entsteht: Die großen Bösewichte sprechen so tief, dass wir durch den Feelbelt die Bedrohung im ganzen Körper spüren. Daneben erkennen wir im Feeling große Unterschiede bei den einzelnen Waffen und Waffentypen.

Wenig innovative Open World

Nachdem wir uns um die Sache mit dem gegnerischen Schiff gekümmert und uns eine Weile durch sehr ähnlich aussehende Räume gekämpft haben, gelangen wir endlich auf den “Ring”. Dabei handelt es sich um einen sehr großen Ring im Weltall, auf dessen Innenseite Landschaften sind: Bäume, Schluchten, Wege, Felsen und von Gegnern besetzte Vorposten. Nach gut anderthalb Stunden der Halo Infinite Kampagne geht es also endlich in die Open World.

Uns werden verschiedene Vorposten angezeigt, die wir einnehmen können, um noch mehr Punkte auf der Karte freizuschalten. Auch hier fühlt sich das Spiel wieder sehr “alt” an. Dieses Mal jedoch eher in einem negativen Kontext. Alles, was das Neue Halo bisher an Open World Komponenten gezeigt hat, gibt es genauso schon bei zig anderen Spielen wie Far Cry, Assassin’s Creed, Days Gone und vielen mehr. Es gibt gegnerische Propaganda, die wir zerstören und die Vorposten sind wie die Camps, die wir auch in Far Cry oder Days Gone einnehmen können, um dann interessante Orte auf der Karte freizuschalten.

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Halo Infinite hat auch für einige sehr lustige Momente gesorgt. (Screenshot aus dem Feelbelt-Test)

Immerhin bieten die Kämpfe etwas Abwechslung, weil wir hierbei die Umgebung für uns nutzen können. Mit Greifhaken ziehen wir uns an höher gelegene Positionen, finden überall explosive Container. Diese eignen sich hervorragend als Wurfgeschosse für Gegner oder wir lassen sie durch gezielte Schüsse in der Luft explodieren. Das Ganze lässt sich sogar kombinieren, sodass wir mit einem Container in der Hand am Greifhaken umher schwingen und Gegner von oben mit den Containern bewerfen können.

Was die Geschichte angeht, wäre es auf jeden Fall von Vorteil, die vorherigen Spiele zu kennen. Doch auch als Einsteiger haben wir uns nicht völlig verloren gefühlt.

Fazit

Halo Infinite hat insgesamt nicht viel Neues gezeigt, das es nicht schon in anderen Spielen gegeben hat. Darüber hinaus wiederholen sich die Gegnertypen sehr schnell und viele sehen einfach gleich aus – außer dass die Rüstung eine andere Farbe hat. Unser Fazit nach den ersten drei Stunden: Wir hatten Spaß beim Zocken, obwohl es das Rad nicht neu erfindet.

Wer sich Halo Infinite kaufen möchte, bekommt die Kampagne ab 59,99 € bei Steam und für je 69,99 € für Windows 10 oder Xbox (auch im Xbox Game Pass enthalten).

Für Halo Infinite liegt die USK bei 16 Jahren.

Livestream am 16. Dezember 2021

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Ob sich der Spaß an Halo 6 nach Release auch langfristig halten kann, zeigt sich wohl beim Livestream am Donnertag, den 16. November 2021, ab 19 Uhr auf dem YouTube Kanal feelGame, wenn wir die Spielwelt weiter erkunden werden.